Diktieren statt tippen: Sprache wird transkribiert, je nach Modus geglättet oder umformuliert. Der Name ist lateinisch für „Kurzschreiber" – wer im antiken Rom gesprochene Worte live mitschrieb. Zwei Varianten, ein Zweck – für den eigenen Mac (fügt automatisch dort ein, wo der Cursor gerade steht) oder für jeden Browser (Ergebnis zum Kopieren), ganz ohne Installation.
Zwei Minuten und sechsundvierzig Sekunden darüber, warum Diktieren bisher an niemandes Erkennung scheitert, sondern daran, wie gesprochene Sätze geschrieben aussehen. Untertitel liegen bei und lassen sich im Player zuschalten.
01 / Native AppIn Betrieb
macOS-Menüleisten-App
Läuft permanent im Hintergrund, per Tastenkombination (Control+1–5) startet die Aufnahme, Esc beendet sie. Fünf Modi von „unverändert" bis „förmlich/Business" – der Text wird automatisch in die gerade fokussierte Anwendung eingefügt.
Kein Server, keine Installation, keine Admin-Rechte nötig – perfekt für Firmenrechner. Zweispaltige Ansicht zeigt links das Rohtranskript, rechts das Ergebnis, damit sichtbar bleibt, was sich verändert hat. Links lässt sich auch direkt schreiben oder ein Text einfügen – so laufen bereits getippte Texte durch dieselben Modi, ganz ohne Mikrofon. Der Rohtext bleibt erhalten, bis er aktiv gelöscht wird – ein einziges Diktat lässt sich so durch alle sieben Modi durchschalten, darunter eine Gedicht-Umwandlung und ein Individual-Modus mit selbst hinterlegtem Prompt. Getestet und empfohlen für Chrome und Safari. In Microsoft Edge funktioniert die Spracherkennung des Browsers nicht zuverlässig.
Die native Mac-App unterstützt ausschließlich Anthropic/Claude als KI-Anbieter, fest im Code verankert. Die Web-Version unterstützt zusätzlich OpenAI und Google Gemini – wählbar in den Einstellungen. Wer die Mac-App installiert, sollte also nicht erwarten, dort ebenfalls den Anbieter wechseln zu können.
Auch bei der Modus-Auswahl sind beide Varianten inzwischen nicht mehr identisch: Die Mac-App bietet fünf feste Modi (unverändert bis förmlich/Business). Die Web-Version hat zusätzlich einen Gedicht-Modus und einen Individual-Modus, bei dem der eigene Prompt in den Einstellungen frei festgelegt werden kann – insgesamt sieben Modi, nur in der Web-Version verfügbar.
Beide Varianten speichern den API-Key ausschließlich lokal – bei der Mac-App sicher in der macOS-Keychain, bei der Web-Version im localStorage des eigenen Browsers. Es gibt keinen gemeinsamen Server, jeder Key bleibt auf dem eigenen Rechner.
Die Mac-App ist Open Source – wer sie installieren will, gibt einer KI (z. B. Claude Code) einfach den GitHub-Link, sie baut die App lokal aus dem Quellcode. Dadurch entfällt eine Apple-Notarisierung komplett, weil lokal gebaute Apps nie das macOS-Quarantäne-Flag bekommen, das Gatekeeper sonst blockieren würde.