
Short A – Stadtleben
Modernes urbanes Leben, Straßenbahn, Glasfassaden, ein kurzer Kirchturmblick.
KI-KAMPAGNE
Eine Test-Kampagne, vollständig mit KI erstellt – von der Konzeption bis zur finalen Produktion. Kein Konzept-Deck, sondern fertige Videos und Bildmotive, entstanden aus einer einzigen Konversation mit Claude.
Kurzer Hinweis: Ich arbeite hauptberuflich bei der SZ Media Bayern, dem Anzeigenvermarkter der Süddeutschen Zeitung in Bayern. Diese Kampagne ist ein privates Freizeitprojekt – kein offizielles SZ-Produkt.
HERO-SPOT
Der Hauptspot der Kampagne – von der pulsierenden Münchner Nachtstadt über einen Business-Moment zur Endcard mit Logo und Slogan.

SHORT VIDEOS

Modernes urbanes Leben, Straßenbahn, Glasfassaden, ein kurzer Kirchturmblick.

Selbstbewusste Unternehmerin mit Tablet, Slow Motion, Bokeh-Hintergrund.

Belebte moderne Einkaufsstraße, elegante Menschen, wirtschaftliche Prosperität.
BILDMOTIVE


WIE WURDE DAS GEMACHT?
Diese Kampagne wurde nicht mit einem einzigen Tool erstellt – sondern durch das koordinierte Zusammenspiel mehrerer KI-Systeme, gesteuert aus einer einzigen Konversation mit Claude. Claude ist über MCP-Server (Model Context Protocol) direkt mit Higgsfield und Notion verbunden: Prompts wurden direkt übermittelt, Ergebnisse abgerufen und bewertet, das fertige Material eigenständig in Notion eingebettet. Der Mensch (Matthias) hat Regie geführt – Richtung vorgegeben, Ergebnisse bewertet, Entscheidungen getroffen. Kein manuelles Kopieren, kein Tool-Wechsel.
| Agent | Rolle |
|---|---|
| Claude (Anthropic) | Zentraler Orchestrator: Konzept, Briefing, Prompt-Entwicklung, Qualitätskontrolle, Iteration, Dateiverarbeitung |
| Higgsfield AI | Generierung aller Videos und Bilder auf Basis der von Claude formulierten Prompts |
| Notion | Strukturierung und Präsentation der fertigen Kampagne |
Früher brauchte man für eine solche Kampagne: einen Texter, einen Art Director, einen Video-Produzenten, ein Schnittprogramm, einen Designer und mehrere Wochen. Heute reicht eine strukturierte Konversation mit einem KI-Agenten-System – in einem Arbeitstag, für ca. 23 Euro.
45-SEKUNDEN-SPOT
Ein Tag im Leben einer Entscheiderin. Drei Szenen. Ein Abschluss. Bayern erreichen.

Protagonistin kommt ins Büro, Kaffee, Laptop, konzentrierter Start in den Tag.
Sie präsentiert einem Geschäftspartner im Altstadtcafé – er nickt beeindruckt, Handschlag. Der Deal ist gemacht.
Sie verlässt selbstsicher das Café in die Altstadtstraße – der Deal ist in der Tasche.
Lösung: Seedance 2.0 Video Reference. Der vorherige Clip wurde jeweils als Videoreferenz an den nächsten übergeben – Seedance übernimmt daraus Charakter, Farbgebung und Stil. Kein Avatar-Training, kein Soul – rein über Videoreferenz. Ergebnis: perfekte visuelle Konsistenz über alle drei Clips.
Erste Versuche mit Gesprächsszenen führten zu englischsprachigem Dialog (Seedance-Standard). Lösung: Die Szene wurde so umgeschrieben, dass die Protagonistin das Tablet zeigt, der Partner nickt – und am Ende der Handschlag. Kein Mund bewegt sich, keine Sprache nötig.
Logo und Slogan wurden nicht in Higgsfield generiert, sondern lokal per Python (Pillow + MoviePy) als fertiger 10-Sekunden-Clip erstellt: schwarzer Hintergrund, Logo blendet in 1 Sek. ein, Slogan über 6 Sek. – skalierbar auf beliebige Regionalisierungen, immer identische Optik.
Instrumental, kein Gesang. Dynamischer Beat-Mix mit Klavier und wiederkehrenden Loops, generiert mit Suno.
Alle drei Clips (je 15 Sek.) + Schlussbild-Clip (10 Sek.) + Musik wurden in iMovie zusammengefügt und gerendert. Gesamtlänge: ca. 55 Sekunden.
| Phase | Zeit |
|---|---|
| Konzeption & Abstimmung | ca. 30 Min. |
| Generierung inkl. Fehlversuche (Higgsfield) | ca. 55 Min. |
| Schlussbild-Erstellung (Python/Pillow/MoviePy) | ca. 20 Min. |
| Postproduktion iMovie (Schnitt, Musik, Render) | ca. 30 Min. |
| Notion-Dokumentation | ca. 15 Min. |
| Gesamt | ca. 2,5 Stunden |
KURZSPOT
Ein Partner hält ihr Wachstum für Zufall. Ihre einzige Antwort: ein trockenes „Wenn Du meinst."

Sie kommt herein, trägt einen Bericht bei sich, setzt sich ihm gegenüber. Er: „Na, wie läuft es?" Sie reicht ihm den Bericht.
Er, skeptisch-spöttisch: „Das ist doch nur Glück." Sie, ironisch-gelassen: „...wenn Du meinst."
Direkt nach ihrer Replik folgt Logo + „Bayern erreichen." (wiederverwendetes Pillow/MoviePy-Skript aus „Der Deal").
Beide Hauptfiguren wurden als Higgsfield Reference Elements angelegt (Banana-Pro-Workflow: Single-Image-Basis → 6-Panel-Sheet → Reference Element) und per Platzhalter im Prompt referenziert. Reference-Element-IDs dürfen nicht über Medien-Parameter übergeben werden – nur als Platzhalter im Prompt-Text.
Ein gezielter Test bestätigte: Zwei verschiedene Reference-Element-Charaktere können in einem einzigen Seedance-2.0-Clip abwechselnd sprechen, mit korrektem Timing und Lippensynchronität.
In keinem Versuch blieb die Raumgeometrie über sechs Panels konsistent (verdrehter Tisch, falsche Stuhlanzahl, erfundene Tür) – auch nicht mit präziseren Prompts oder einem 360°-Kameraschwenk. Konsequenz: nur eine einzige, fest bestätigte Location-Referenz für alle Szenen verwendet.
Mit Video-Referenz: Sitzposition wird übernommen, aber Schrittgeräusche „vererben" sich in stille Clips, und die Stimme der Referenzperson kann fälschlich übertragen werden. Nur mit Standbild-Referenz: keine Schrittgeräusche, aber Sitzposition und Framing weniger zuverlässig.
Eine ganze Szene (Tür + Hingehen + Hinsetzen + Dialog) in einem Clip führte zu Fehlschlägen (u.a. eine verdoppelte Person). Lösung: jede Szene in mehrere sehr einfache Einzelclips zerlegt, erst in der Postproduktion montiert.
Eine Süddeutsche-Zeitung als Requisite war für zwei Szenen geplant, wurde aber verworfen: ein Referenzbild auf neutralem Studiohintergrund übertrug diesen Hintergrund fälschlich ins Video statt der Holztisch-Optik. Lernpunkt: Requisiten-Referenzbilder immer auf dem tatsächlichen Szenen-Untergrund erstellen.
Der aktuelle Stand der Higgsfield/Seedance-Werkzeuge (Juni 2026) ist für die zuverlässige, professionelle Erstellung von Werbespots noch nicht geeignet. Charakterkonsistenz, Raumgeometrie, Sitzpositionen, Aussprache und Tonspuren scheitern wiederholt auf unterschiedliche Weise, selbst bei sorgfältig formulierten Prompts. Brauchbare Ergebnisse entstehen eher durch wiederholtes Ausprobieren und nachträgliches Akzeptieren kleinerer Mängel als durch gezielte Steuerung.
Alle Einzelclips wurden manuell in der gewünschten Reihenfolge geschnitten, kleinere Konsistenzfehler im Schnitt entfernt bzw. überdeckt. Musik (Suno, instrumental) läuft dezent im Hintergrund und wird am Ende sanft ausgeblendet.
KOSTEN & VERGLEICH
| Posten | Details | Anteil |
|---|---|---|
| Higgsfield Plus | 59 €/Monat | ca. 22 € (38% der Credits verbraucht) |
| Higgsfield Credits verbraucht | 452 von 1.200 (38%) | — |
| Claude Pro (Orchestrierung, Konzept, Prompts) | 20 $/Monat (~18 €) | ca. 0,60 € |
| Gesamtkosten Kampagne | — | ca. 22,60 € |
| Leistung | Preis |
|---|---|
| Hero-Spot (Konzept, Dreh, Schnitt) | 4.700–15.000 € |
| 3 Short Videos (Social Media Clips) | 2.400–9.000 € |
| Postproduktion, Schnitt, Animationen | 2.000–6.000 € |
| Konzept & Strategie (B2B-Kampagne) | 5.000–15.000 € |
| Gesamtbudget Agentur | 15.000–45.000 € |
KI ersetzt keine Agentur vollständig – aber sie verschiebt die Kosten-Nutzen-Relation fundamental. Für Konzepttests, Pitches und Prototypen ist KI-Produktion bereits heute unschlagbar.
SKALIERBARKEIT
Der Slogan „Bayern erreichen." ist bewusst modular aufgebaut – und lässt sich auf jede Ebene des SZ-Media-Bayern-Verbreitungsgebiets anpassen. Jede Variante erfordert lediglich einen neuen Prompt – kein neuer Dreh, kein neues Budget, keine Agentur.
Bei einer klassischen Agenturproduktion würde jede regionale Variante einen erheblichen Mehraufwand bedeuten. Mit KI ist die Regionalisierung ein Arbeitsschritt von wenigen Minuten – und damit erstmals wirtschaftlich darstellbar.
LEARNINGS